Mehr Freude, mehr Lebensqualität - Warum positive Emotionen wichtig sind!

20. Oktober 2018

Einfach positiv denken und dann wird alles gut!

Nein, so einfach ist es natürlich nicht. Und nein, ich gehöre nicht zu den Menschen, die glauben, dass man Krankheiten wie ME/CFS, Multiple Sklerose oder Krebs durch positives Denken heilen kann. Kann man nicht - ganz einfach, weil es körperliche Erkrankungen sind. Eine Grippe kannst Du schließlich auch nicht einfach "wegdenken". Trotzdem ist es in meinen Augen verdammt wichtig, positiv zu bleiben.

Deine Gedanken beeinflussen Dein Leben und auch Deine Gesundheit - und zwar mehr, als Du vielleicht glaubst!

Wenn Du negativ denkst und der Meinung bist, dass Dir nur eine Wunderpille helfen kann und Du selbst nichts an Deinem Zustand ändern kannst - dann wird sich auch nichts ändern. Denn: Du wirst dann gar nicht erst versuchen, Deine Ernährung umzustellen oder eine gewisse Schlafhygiene einzuhalten. Warum auch? Bringt ja eh nichts. Dein Fokus liegt dann nur auf dem PROBLEM. Dadurch steckst Du dauerhaft in einer Negativspirale fest und kommst nicht weiter.

Wenn Du allerdings positiv denkst und daran glaubst, Deinen Gesundheitszustand verbessern zu können, dann wirst Du selbst aktiv werden. Du suchst nach Möglichkeiten, um die anstehenden Herausforderungen zu bewältigen. Du wirst an Deiner Ernährung oder Deinem Schlaf arbeiten und Dinge ausprobieren, die Dir helfen können. Dein Fokus liegt dann darauf, LÖSUNGEN zu finden, anstatt weiter Probleme zu wälzen. Dadurch erst kann eine Positivspirale entstehen, die Dich nach und nach aus dem Sumpf zieht:

Natürlich bedeutet das jetzt nicht, dass Du ständig nur positiv und optimistisch sein sollst, auch wenn es Dir eigentlich grad total schlecht geht. Es ist mindestens genauso wichtig, negative Emotionen und Gedanken - die bei ME/CFS natürlich da sind - nicht einfach wegzudrücken, sondern sie zuzulassen. Ich habe das manchmal nicht getan und es hat sich ein enormer Druck in mir angestaut, der nicht gerade förderlich war. Deshalb: Schreie, fluche, weine und kotze Dich auch mal bei Freunden aus.

Wichtig ist dann einfach nur, dass diese Phase kein Dauerzustand wird. Lasse Dich von Trauer, Wut oder Enttäuschung nicht einnehmen, sondern versuche Dich nach einer gewissen Zeit wieder in einen positiven Zustand zu versetzen und nach vorne zu schauen.

Wie kannst Du positive Emotionen erzeugen?

Ok, hier ist wirklich alles erlaubt, was Dir gute Laune macht und Dir in irgendeiner Weise gut tut. Hier mal drei meiner Strategien:

1. Mukke und Serien

Musik habe ich schon immer gern und viel gehört, weil ich mich damit in kürzester Zeit in verschiedenste Gefühlszustände versetzen kann. Wenn ich zum Beispiel Motivation für Behördenkämpfe gebraucht habe, bin ich spazieren gegangen und habe mir Sia mit "Unstoppable" angehört. Das ist total der Powersong. Meine Lieblingszeile: "I'm so powerful, I don't need batteries to play". Ja, Sia, schön wärs. ;-)

Und wenn ich gute Laune gebraucht habe, dann habe ich mir Videos von den Backstreet Boys und N´Sync reingezogen – kein Scherz! Sorry, that´s me! Und jetzt mal ganz ehrlich: Die folgende Live-Performance wird euch ein Lächeln auf die Lippen zaubern! Ich muss einfach jedes Mal mitsingen und mich wegschmeißen. Ich weiß nicht, ob es an der heißen Choreo liegt, den verboten scharfen Outfits oder dem Kreisch-Alarm der Girlies. (Ok, Jungs, für euch ist das Video vielleicht nicht ganz geeignet! Mädels, ich glaube, ihr wisst, was ich meine! ;-D)

Was mit Musik funktioniert, funktioniert natürlich auch mit Serien. Gerade zu Beginn der Erkrankung war ich oft sehr traurig. Dann habe ich mir zum Beispiel die Gilmore Girls angeschaut. Die Serie hatte mir ein Freund empfohlen, weil sie witzig ist und ein bisschen heile Welt vermittelt. Oh ja, das tut sie.

Ich könnte die Liste hier noch stundenlang fortführen, aber ich glaube, Du verstehst, worum es geht. Zieh Dir Mukke, Filme, Serien oder auch Hörbücher rein, die Dir gut tun.

2. Visualisieren

Gerade wenn es Dir schlecht geht, ist es wichtig, dass Du Dich aus dem Negativ-Strudel rausholst. Wenn Dein Körper zum Gefängnis wird, ist Dein Kopf zeitweise Dein einziges Fenster zur Außenwelt. Mache Dir schöne Gedanken und gib Deiner Seele Luft zum Atmen. Visualisiere Deine Träume und auch Deine Ziele. Stelle Dir vor, wie es sich anfühlt, wenn Du am Strand entlang läufst, im Meer tauchst oder mit Deinen Freunden eine Nacht durchtanzt. Je intensiver und positiver Deine Emotionen und Vorstellungen dabei sind, desto mehr wird es Dich motivieren, aktiv zu werden und Schritt für Schritt vorwärts zu gehen, um Deine Ziele zu erreichen.

3. Die Macht der Worte

Wie sprichst Du über Deine Krankheit? Ist alles eine riesige Katastrophe und furchtbar? Erzählst Du jedem, wie schlecht es Dir geht und wie viele Probleme Du hast? Oder versuchst Du auch hier möglichst positiv zu bleiben und siehst Deine Probleme eher als Herausforderungen - oder sogar als Chancen?

Mit ME/CFS wirst Du so oft gefragt, wie es Dir geht. Überlege Dir, was Du darauf antwortest. Ich habe damals meistens "passt schon" geantwortet. Ja, zugegeben, dass war nicht immer die Wahrheit. Aber, hätte ich jedes Mal erzählt, wie es mir wirklich geht - ich wäre wahrscheinlich in tiefen Depressionen versunken. Und ja, es ist ok, wenn Du ehrlich sagst, dass es Dir nicht gut geht. Aber auch da hast Du zum Beispiel die Wahl, ob Du sagst: "Mir geht’s total schlecht, mein Leben ist eine Katastrophe" oder aber: "Mir geht es gerade nicht gut, aber ich arbeite daran, dass es besser wird".

Vielleicht klingt das für Dich jetzt eher belanglos, aber ich bin davon überzeugt, dass Worte und Sprache eine Auswirkung auf unser Denken und Fühlen haben.

Wenn Du noch mehr darüber wissen willst, wie Du Deine Gedanken positiv beeinflussen und Dein Leben wieder selbst in die Hand nehmen kannst, dann empfehle ich Dir "Das Robbins Power Prinzip" von Anthony Robbins. Der Titel hat mich, ehrlich gesagt, damals echt nicht angesprochen. Aber das Buch ist richtig, richtig gut. Es hilft Dir unter anderem auch dabei, herauszufinden, was Du im Leben wirklich möchtest. Ich habe das Buch auch schon an Freunde verschenkt, die ähnlich begeistert waren wie ich.

Meine größte Erkenntnis durch die Zeit mit ME/CFS:

Ich bin meinen Emotionen und Gedanken nicht hilflos ausgeliefert, sondern kann sie selbst steuern – und damit auch mein Leben!

Allein diese Erkenntnis hat mir so viel Ruhe und Zufriedenheit gebracht. Ich kann dadurch heute viel gelassener mit meiner Erkrankung umgehen. Und ja, Du kannst das auch! Da bin ich mir sicher. Positiv denken tut auf jeden Fall nicht weh und kostet kein Geld. Das ist doch echt mal ME/CFS-tauglich ;-) Ein Versuch ist es auf jeden Fall wert.

Stay Positive & Keep Going!

Deine Kathi =)



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